Startseite » Bibel

Bibel

Die Bibel ist eine Sammlung von 66 Büchern (73 in der katholischen Tradition), über rund tausend Jahre auf Hebräisch, Aramäisch und Griechisch geschrieben. Hier findest du alle Bücher mit Zusammenfassung, Verfasser und Entstehungszeit, die Unterschiede zwischen den Bibeln der Kirchen und Tipps zum Einstieg.

Was ist die Bibel?

Das Wort „Bibel“ kommt vom griechischen ta biblia, „die Bücher“. Sie ist kein einzelnes Buch, sondern eine Bibliothek: Geschichte, Gesetze, Poesie, Sprüche, Prophetie, Berichte über das Leben Jesu und Briefe. Für Juden und Christen ist sie Gottes Wort, vermittelt durch menschliche Verfasser.

Sie besteht aus zwei Teilen. Das Alte Testament entspricht den Schriften Israels, auf Hebräisch (mit aramäischen Teilen) zwischen etwa 1000 und 150 v. Chr. verfasst. Das Neue Testament, im 1. Jahrhundert n. Chr. auf Griechisch geschrieben, erzählt vom Leben Jesu und den Anfängen der Kirche. Mehr dazu: Wer hat die Bibel geschrieben?

Alle Bücher der Bibel

Die Bücher stehen unten in der Reihenfolge evangelischer und katholischer Bibeln, nach Gattungen gruppiert. Zu jedem gibt es Zusammenfassung, traditionellen Verfasser, Zeit und die bekanntesten Kapitel.

Altes Testament

    Pentateuch

    • Genesis (1. Mose)Tradition: Mose · Endgestalt um 5. Jh. v. Chr. · 50 KapitelDie Genesis erzählt von der Erschaffung der Welt, dem Sündenfall, der Sintflut und dem Ursprung der Völker, dann von den Erzvätern Abraham, Isaak, Jakob und Josef. Sie endet mit Jakobs Familie in Ägypten.
    • Exodus (2. Mose)Tradition: Mose · Endgestalt um 5. Jh. v. Chr. · 40 KapitelDas Buch Exodus erzählt von Israels Sklaverei in Ägypten, der Berufung des Mose, den Plagen, dem Durchzug durchs Meer und dem Bund am Sinai. Es enthält die Zehn Gebote und die Anweisungen für die Stiftshütte.
    • Levitikus (3. Mose)Tradition: Mose · Endgestalt um 5. Jh. v. Chr. · 27 KapitelDas Buch Levitikus sammelt Israels Gesetze über Opfer, Priestertum, Reinheit und Feste. Sein zentrales Thema ist die Heiligkeit: „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig“.
    • Numeri (4. Mose)Tradition: Mose · Endgestalt um 5. Jh. v. Chr. · 36 KapitelDas Buch Numeri begleitet Israel vom Sinai bis an die Grenze Kanaans, vierzig Jahre in der Wüste. Der Name kommt von den zwei Volkszählungen; dazwischen liegen Aufstände, Strafen und Gottes Treue.
    • Deuteronomium (5. Mose)Tradition: Mose · Endgestalt um 5. Jh. v. Chr. · 34 KapitelDas Deuteronomium enthält die letzten Reden des Mose, bevor Israel nach Kanaan zieht. Es wiederholt und erklärt das Gesetz, ruft das Volk zur Treue und endet mit dem Tod des Mose.

    Geschichtsbücher

    • JosuaTradition: Josua · verfasst um 7.–6. Jh. v. Chr. · 24 KapitelDas Buch Josua erzählt vom Einzug Israels nach Kanaan unter Josua, dem Nachfolger des Mose, und von der Verteilung des Landes an die Stämme.
    • RichterTradition: Samuel · verfasst um 7.–6. Jh. v. Chr. · 21 KapitelDas Richterbuch umfasst die Zeit zwischen Josua und dem Königtum, mit Kreisläufen von Untreue, Unterdrückung und Befreiung durch Anführer wie Debora, Gideon und Simson.
    • RutVerfasser unbekannt · Datierung umstritten · 4 KapitelDas Buch Rut erzählt von einer Moabiterin, die ihrer Schwiegermutter Noomi treu bleibt, nach Bethlehem geht und Boas heiratet. Sie wird zur Urgroßmutter König Davids.
    • 1. SamuelTradition: Samuel, Nathan und Gad · verfasst um 7.–6. Jh. v. Chr. · 31 KapitelDas erste Samuelbuch erzählt vom Übergang von den Richtern zum Königtum: vom Propheten Samuel, der Herrschaft Sauls und dem Aufstieg des jungen David.
    • 2. SamuelTradition: Samuel, Nathan und Gad · verfasst um 7.–6. Jh. v. Chr. · 24 KapitelDas zweite Samuelbuch erzählt von Davids Königsherrschaft: der Eroberung Jerusalems, der Verheißung einer ewigen Dynastie, seiner Sünde mit Batseba und den Aufständen in seiner eigenen Familie.
    • 1. KönigeTradition: Jeremia · verfasst um 6. Jh. v. Chr. · 22 KapitelDas erste Königebuch erzählt von der Herrschaft Salomos, dem Bau des Tempels in Jerusalem und der Teilung in das Nordreich Israel und das Südreich Juda. Es endet mit dem Propheten Elia.
    • 2. KönigeTradition: Jeremia · verfasst um 6. Jh. v. Chr. · 25 KapitelDas zweite Königebuch begleitet Israel und Juda bis zu ihrem Ende: dem Fall Samarias an Assyrien (722 v. Chr.) und der Zerstörung Jerusalems durch Babylon (586 v. Chr.).
    • 1. ChronikTradition: Esra · um 4. Jh. v. Chr. · 29 KapitelDie erste Chronik beginnt mit Stammbäumen von Adam bis zum Exil und erzählt Davids Herrschaft neu, mit Blick auf die Bundeslade und die Vorbereitung des Tempels.
    • 2. ChronikTradition: Esra · um 4. Jh. v. Chr. · 36 KapitelDie zweite Chronik erzählt von Salomos Herrschaft und der Geschichte der Könige Judas bis zum Exil und endet mit dem Edikt des Kyrus, das die Rückkehr nach Jerusalem erlaubt.
    • EsraTradition: Esra · um 5.–4. Jh. v. Chr. · 10 KapitelDas Buch Esra erzählt von der Rückkehr der Verbannten aus Babylon, dem Wiederaufbau des Tempels und dem Auftrag des Schriftgelehrten Esra, das Volk im Gesetz des Mose zu unterweisen.
    • NehemiaNehemia (Denkschrift) · um 5.–4. Jh. v. Chr. · 13 KapitelNehemia, Mundschenk des Perserkönigs, kehrt nach Jerusalem zurück, baut trotz Widerstand die Stadtmauern wieder auf und ordnet das Leben des Volkes nach dem Gesetz.
    • EsterVerfasser unbekannt · um 4. Jh. v. Chr. · 10 KapitelDas Buch Ester erzählt, wie eine junge Jüdin Königin von Persien wird und ihr Leben wagt, um die geplante Vernichtung ihres Volkes durch den Minister Haman zu verhindern. Die Geschichte erklärt den Ursprung des Purimfestes.

    Poetische

    • HiobVerfasser unbekannt · Datierung umstritten (um 6.–4. Jh. v. Chr.) · 42 KapitelHiob ist ein gerechter Mann, der Besitz, Kinder und Gesundheit verliert. In langen poetischen Reden streiten er und seine Freunde darüber, warum der Gerechte leidet, bis Gott aus dem Sturm antwortet.
    • PsalmenTradition: David und andere · 10.–5. Jh. v. Chr. · 150 KapitelDie Psalmen sammeln 150 Gedichte des Lobes, der Klage, des Vertrauens und der Weisheit, die seit über zweitausend Jahren im jüdischen und christlichen Gebet verwendet werden.
    • SprücheTradition: Salomo und andere · Sammlungen vom 10. bis 5. Jh. v. Chr. · 31 KapitelDas Buch der Sprüche sammelt kurze Lebensweisheiten über Arbeit, Reden, Familie, Geld und Beziehungen, mit einem durchgehenden Gedanken: „Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis“.
    • Prediger (Kohelet)Tradition: Salomo („der Prediger“) · um 4.–3. Jh. v. Chr. · 12 KapitelDer Prediger, hebräisch Kohelet, fragt nach dem Sinn des Lebens „unter der Sonne“: Arbeit, Reichtum und Vergnügen vergehen wie ein Hauch. Sein Fazit: das Leben als Gabe Gottes genießen und Gott fürchten.
    • HohesliedTradition: Salomo · Datierung umstritten · 8 KapitelDas Hohelied ist eine Sammlung von Liebesgedichten zwischen einem Mann und einer Frau, voller Bilder von Gärten, Weinbergen und Düften.

    Große Propheten

    • JesajaTradition: Jesaja (8. Jh. v. Chr.) · Kap. 40–66 aus Exil und Nachexil · 66 KapitelJesaja sammelt Prophezeiungen von Gericht, Trost und Hoffnung für das Volk Israel, vom 8. Jahrhundert v. Chr. bis zum Ende des Exils in Babylon.
    • JeremiaTradition: Jeremia und der Schreiber Baruch · um 627–586 v. Chr. · 52 KapitelJeremia ist das Buch des Propheten, der etwa von 627 bis 586 v. Chr. in Jerusalem wirkte, vor und während der Zerstörung der Stadt durch die Babylonier. Es hat 52 Kapitel und verbindet Prophetenworte, Erzählungen und Briefe.
    • KlageliederTradition: Jeremia · kurz nach 586 v. Chr. · 5 KapitelDie Klagelieder sammeln fünf Trauergedichte über die Zerstörung Jerusalems und des Tempels durch die Babylonier, ohne den Schmerz oder die Frage nach dem Sinn zu verbergen.
    • HesekielHesekiel · um 593–571 v. Chr. · 48 KapitelHesekiel, ein nach Babylon verschleppter Priester, kündigt den Fall Jerusalems und dann die Wiederherstellung Israels an, mit eindrucksvollen Visionen der Herrlichkeit Gottes.
    • DanielTradition: Daniel (6. Jh. v. Chr.) · viele Forscher: um 165 v. Chr. · 12 KapitelDas Buch Daniel erzählt von der Treue junger Juden am babylonischen Hof, etwa in der Löwengrube und im Feuerofen, und enthält Visionen über Weltreiche und das Reich Gottes.

    Kleine Propheten

    • HoseaHosea · 8. Jh. v. Chr. (Nordreich) · 14 KapitelHosea macht seine eigene Ehe mit einer untreuen Frau zum Bild für Gottes Liebe zu einem untreuen Israel, das er immer wieder zurückruft.
    • JoelJoel · Datierung unsicher · 3 KapitelJoel nimmt eine Heuschreckenplage zum Anlass, vom „Tag des HERRN“ zu sprechen, ruft zur Umkehr und verheißt die Ausgießung des Geistes.
    • AmosAmos · um 760–750 v. Chr. · 9 KapitelAmos, ein Viehzüchter aus Tekoa, prangert Reichtum an, der auf der Ausbeutung der Armen beruht, und Gottesdienst ohne Gerechtigkeit.
    • ObadjaObadja · wahrscheinlich nach 586 v. Chr. · 1 KapitelObadja, das kürzeste Buch des Alten Testaments, kündigt das Gericht über Edom an, das sich über den Fall Jerusalems freute, und die Wiederherstellung Israels.
    • JonaVerfasser unbekannt · Datierung umstritten · 4 KapitelJona flieht vor seinem Auftrag, in Ninive zu predigen, wird von einem großen Fisch verschlungen und ärgert sich, als Gott der feindlichen Stadt vergibt.
    • MichaMicha · 8. Jh. v. Chr. · 7 KapitelMicha, ein Zeitgenosse Jesajas, prangert die Korruption der Führer Judas an und kündigt einen Herrscher an, der in Bethlehem geboren wird.
    • NahumNahum · um 663–612 v. Chr. · 3 KapitelNahum kündigt den Fall Ninives an, der Hauptstadt des grausamen assyrischen Reiches, als Zeichen, dass Gott gerecht ist und eine Zuflucht für die, die ihm vertrauen.
    • HabakukHabakuk · um Ende 7. Jh. v. Chr. · 3 KapitelHabakuk fragt Gott, warum Gewalt ungestraft bleibt und warum er die noch gewalttätigeren Babylonier gebraucht, um Juda zu richten. Das Buch endet mit einem Lied des Vertrauens.
    • ZefanjaZefanja · um 640–609 v. Chr. · 3 KapitelZefanja kündigt den „Tag des HERRN“ als Gericht über Juda und die Völker an, endet aber mit einem der fröhlichsten Bilder der Bibel: Gott, der sich über sein Volk freut.
    • HaggaiHaggai · 520 v. Chr. · 2 KapitelHaggai ermutigt in vier auf 520 v. Chr. datierten Botschaften die aus dem Exil heimgekehrten Juden, den seit Jahren ruhenden Tempelbau wieder aufzunehmen.
    • SacharjaSacharja · ab 520 v. Chr. (Kap. 9–14 evtl. später) · 14 KapitelSacharja, ein Zeitgenosse Haggais, berichtet acht Nachtgesichte über die Wiederherstellung Jerusalems und kündigt einen demütigen König und das Kommen Gottes an.
    • MaleachiMaleachi · um 5. Jh. v. Chr. · 4 KapitelMaleachi kritisiert in Frage-Antwort-Gesprächen einen nachlässigen Gottesdienst, zerbrochene Ehen und vorenthaltene Zehnten und kündigt den Boten an, der dem Herrn den Weg bereitet.

    Neues Testament

      Evangelien

      • MatthäusTradition: der Apostel Matthäus · um 80–90 n. Chr. · 28 KapitelMatthäus stellt Jesus als den in den Schriften Israels verheißenen Messias dar, mit fünf großen Reden, darunter die Bergpredigt.
      • MarkusTradition: Johannes Markus, Schüler des Petrus · um 65–70 n. Chr. · 16 KapitelMarkus erzählt das Leben Jesu in schnellem Tempo, mit Blick auf seine Taten, Wunder und das Kreuz, und zeigt Jünger, die oft nicht verstehen.
      • LukasTradition: Lukas, der Arzt und Begleiter des Paulus · um 80–90 n. Chr. · 24 KapitelLukas schreibt einen geordneten Bericht vom Leben Jesu, mit Blick auf Arme, Frauen und Ausgegrenzte, und überliefert die Gleichnisse vom barmherzigen Samariter und vom verlorenen Sohn.
      • JohannesTradition: der Apostel Johannes · um 90–100 n. Chr. · 21 KapitelDas Johannesevangelium ist das vierte Evangelium. Die Überlieferung schreibt es dem Apostel Johannes zu; entstanden ist es um 90–100 n. Chr. Es hat 21 Kapitel und wurde geschrieben, „auf daß ihr glaubet, daß Jesus der Christus ist“ (Johannes 20,31).

      Apostelgeschichte

      • ApostelgeschichteTradition: Lukas · um 80–90 n. Chr. · 28 KapitelDie Apostelgeschichte erzählt, wie sich das Christentum von Jerusalem bis Rom ausbreitet: Pfingsten, die Predigt des Petrus, die Bekehrung des Paulus und seine Missionsreisen.

      Paulusbriefe

      • RömerPaulus · um 57 n. Chr. · 16 KapitelDer Römerbrief ist die ausführlichste Darlegung der Botschaft des Paulus: Alle haben gesündigt, und Gott rechtfertigt durch den Glauben an Christus, Juden wie Nichtjuden.
      • 1. KorintherPaulus · um 53–55 n. Chr. · 16 KapitelPaulus antwortet auf die Probleme einer jungen, gespaltenen Gemeinde in Korinth: Parteien, Unmoral, Ehe, Abendmahl, Geistesgaben und Auferstehung.
      • 2. KorintherPaulus · um 55–56 n. Chr. · 13 KapitelIn seinem persönlichsten Brief verteidigt Paulus seinen Dienst gegen Kritiker und spricht von Gottes Kraft, die in menschlicher Schwachheit zur Vollendung kommt.
      • GalaterPaulus · um 48–55 n. Chr. · 6 KapitelIm Galaterbrief vertritt Paulus leidenschaftlich, dass das Heil aus dem Glauben an Christus kommt und nicht aus der Befolgung des Gesetzes, und ruft dazu auf, in Freiheit und vom Geist geleitet zu leben.
      • EpheserTradition: Paulus, in Haft · um 60–62 n. Chr. (Verfasserschaft umstritten) · 6 KapitelDer Epheserbrief feiert Gottes Plan, alles in Christus zusammenzuführen, die Einheit von Juden und Nichtjuden in der Kirche und das neue Leben in Familie und Gesellschaft.
      • PhilipperPaulus, in Haft · um 60–62 n. Chr. · 4 KapitelDer Philipperbrief ist der Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Philippi, die erste christliche Gemeinde, die er in Europa gründete (Apostelgeschichte 16). Im Gefängnis geschrieben, hat er 4 Kapitel und spricht von Freude, Demut und Vertrauen.
      • KolosserTradition: Paulus, in Haft · um 60–62 n. Chr. (Verfasserschaft umstritten) · 4 KapitelDer Kolosserbrief betont die Vorrangstellung Christi über alle Dinge und warnt vor Philosophien und religiösen Regeln, die vom Glauben wegführen.
      • 1. ThessalonicherPaulus · um 50–51 n. Chr. · 5 KapitelPaulus ermutigt eine junge, verfolgte Gemeinde in Thessalonich und beantwortet Fragen zu denen, die vor der Wiederkunft Christi gestorben sind.
      • 2. ThessalonicherTradition: Paulus · um 51 n. Chr. (Verfasserschaft umstritten) · 3 KapitelPaulus widerspricht der Ansicht, der „Tag des Herrn“ sei schon gekommen, und mahnt, beim Warten weiter zu arbeiten.
      • 1. TimotheusTradition: Paulus · um 62–65 n. Chr. (viele Forscher: Ende 1. Jh.) · 6 KapitelPaulus unterweist Timotheus, seinen jungen Mitarbeiter in Ephesus, über Irrlehren, Gebet, Gemeindeleiter und den Umgang mit Geld.
      • 2. TimotheusTradition: Paulus, in Rom gefangen · um 64–67 n. Chr. · 4 KapitelIm letzten Paulus zugeschriebenen Brief bittet der gefangene, todesnahe Apostel Timotheus, standhaft zu bleiben, das Evangelium zu bewahren und das Wort zu predigen.
      • TitusTradition: Paulus · um 62–65 n. Chr. (Verfasserschaft umstritten) · 3 KapitelPaulus beauftragt Titus, in den Gemeinden Kretas Älteste einzusetzen und ein Leben zu lehren, das der Gnade Gottes entspricht.
      • PhilemonPaulus, in Haft · um 60–62 n. Chr. · 1 KapitelIm kürzesten Paulusbrief bittet der Apostel Philemon, den entlaufenen und inzwischen christlichen Sklaven Onesimus wieder aufzunehmen, „nicht mehr als einen Sklaven, sondern als einen geliebten Bruder“.

      Katholische Briefe

      • HebräerVerfasser unbekannt · um 60–90 n. Chr. · 13 KapitelDer Hebräerbrief stellt Jesus über die Engel, über Mose und das Tempelpriestertum und ermutigt müde gewordene Christen, im Glauben auszuharren.
      • JakobusTradition: Jakobus, der Bruder Jesu · um 45–62 n. Chr. · 5 KapitelDer Jakobusbrief ist ein praktischer Brief über Prüfungen, die Zähmung der Zunge, die Sorge für die Armen und einen Glauben, der sich in Werken zeigt.
      • 1. PetrusTradition: der Apostel Petrus · um 62–90 n. Chr. · 5 KapitelPetrus schreibt an Christen in Kleinasien, die wegen ihres Glaubens litten, erinnert sie an die „lebendige Hoffnung“ der Auferstehung und ruft sie zu einem vorbildlichen Leben.
      • 2. PetrusTradition: der Apostel Petrus · viele Forscher: Anfang 2. Jh. · 3 KapitelDer zweite Petrusbrief warnt vor falschen Lehrern und antwortet denen, die über die Verzögerung der Wiederkunft spotteten: „Ein Tag ist bei dem Herrn wie tausend Jahre“.
      • 1. JohannesTradition: der Apostel Johannes · um 90–110 n. Chr. · 5 KapitelDer erste Johannesbrief betont, dass sich Gotteserkenntnis in der Bruderliebe und im Glauben an den im Fleisch gekommenen Jesus zeigt, gegen eine Gruppe, die die Gemeinde verlassen hatte.
      • 2. JohannesTradition: der Apostel Johannes („der Älteste“) · um 90–110 n. Chr. · 1 KapitelKurzes Schreiben des „Ältesten“ an eine „auserwählte Herrin“, wohl eine Gemeinde, mit der Bitte, in der Liebe zu wandeln und Irrlehrer nicht aufzunehmen.
      • 3. JohannesTradition: der Apostel Johannes („der Älteste“) · um 90–110 n. Chr. · 1 KapitelPersönlicher Brief des „Ältesten“ an Gajus, der seine Gastfreundschaft gegenüber Missionaren lobt und Diotrephes kritisiert, „der gern unter ihnen der Erste sein will“.
      • JudasTradition: Judas, Bruder des Jakobus · um 50–90 n. Chr. · 1 KapitelJudas ruft dazu auf, „für den Glauben zu kämpfen“ gegen Leute, die die Gnade verdrehten, mit Beispielen aus dem Alten Testament und der jüdischen Tradition.

      Prophetisch

      • OffenbarungTradition: der Apostel Johannes, auf Patmos · um 95 n. Chr. · 22 KapitelDie Offenbarung beschreibt in symbolreichen Visionen den Kampf zwischen Gut und Böse, Gottes Gericht und den endgültigen Sieg Christi bis zum neuen Himmel und zur neuen Erde.

      Wie viele Bücher hat die Bibel in den verschiedenen Kirchen?

      Der Unterschied liegt im Alten Testament. Evangelische Christen folgen der hebräischen Bibel; Katholiken und Orthodoxe nehmen zusätzlich Bücher aus der griechischen Übersetzung der frühen Christen auf, die deuterokanonischen Bücher (evangelisch: Apokryphen). Das Neue Testament ist für alle gleich: 27 Bücher.

      TraditionBücherWas sich ändert
      Evangelisch66Folgt beim Alten Testament dem Kanon der hebräischen Bibel.
      Katholisch73Ergänzt Tobit, Judit, 1. und 2. Makkabäer, Weisheit, Jesus Sirach und Baruch sowie griechische Teile von Ester und Daniel.
      Orthodox76 oder mehrEnthält je nach Kirche zusätzlich Bücher wie 3. Esra, 3. Makkabäer, das Gebet des Manasse und Psalm 151.
      Äthiopisch-orthodox81Enthält Bücher, die keine andere Kirche kennt, etwa Henoch und das Jubiläenbuch.

      Mehr dazu unter wie viele Bücher hat die Bibel. VersePath stellt die 66 Bücher vor, die alle Traditionen teilen, und nach und nach die deuterokanonischen.

      Welche deutschen Bibelübersetzungen gibt es?

      Die wichtigsten Übersetzungen unterscheiden sich im Stil (wörtlicher oder freier) und in der Tradition:

      ÜbersetzungStilTradition
      Lutherbibel 2017Klassisch, kraftvolle SpracheEvangelisch
      Einheitsübersetzung 2016Gehobene Gegenwartssprache, liturgischKatholisch
      Elberfelder BibelSehr wörtlich, ideal zum StudiumFreikirchlich
      Schlachter 2000Wörtlich, Textus ReceptusFreikirchlich
      Zürcher BibelGenau und gut lesbarReformiert
      Gute Nachricht BibelEinfache, verständliche SpracheÖkumenisch
      Hoffnung für alleSehr frei und leicht lesbarEvangelikal

      Die meisten dieser Übersetzungen sind urheberrechtlich geschützt. Bei VersePath stammt der Bibeltext aus freien Übersetzungen wie der gemeinfreien Elberfelder Bibel von 1905, damit er frei gelesen und zitiert werden kann. Siehe unsere Arbeitsweise.

      Wie liest man eine Bibelstelle?

      Eine Angabe wie Johannes 3,16 nennt das Buch (Johannes), das Kapitel (3) und den Vers (16). Im Deutschen trennt ein Komma Kapitel und Vers; „Ps 23,1–4“ bedeutet Psalm 23, Verse 1 bis 4. Die Kapiteleinteilung stammt aus dem 13. Jahrhundert, die Verse des Neuen Testaments wurden im 16. Jahrhundert nummeriert.

      Wo fängt man mit dem Bibellesen an?

      Für den Einstieg eignet sich ein Evangelium (Markus oder Johannes), danach die Genesis und die Psalmen. Mehr im Leitfaden Bibel lesen: wo anfangen? und in einigen der meistgelesenen Texte:

      Oder nach Themen: Hoffnung, Gebet, Familie und Weisheit.

      Häufige Fragen

      Wie viele Bücher hat die Bibel?

      Die evangelische Bibel hat 66 Bücher (39 im Alten, 27 im Neuen Testament). Die katholische hat 73, orthodoxe Bibeln noch mehr.

      Wer hat die Bibel geschrieben?

      Dutzende Verfasser über rund tausend Jahre: Propheten, Könige, Priester, Weise und Apostel. Juden und Christen glauben, dass Gott sie inspiriert hat.

      In welcher Sprache wurde die Bibel geschrieben?

      Das Alte Testament auf Hebräisch, mit aramäischen Teilen; das Neue Testament auf Griechisch.

      Was ist der Unterschied zwischen katholischer und evangelischer Bibel?

      Die katholische Bibel hat sieben Bücher mehr im Alten Testament (die deuterokanonischen) und griechische Zusätze zu Ester und Daniel. Das Neue Testament ist gleich.

      Welche ist die beste Bibelübersetzung?

      Das hängt vom Zweck ab: wörtliche Übersetzungen helfen beim Studium, freie beim fortlaufenden Lesen. Viele nutzen zwei nebeneinander.